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Das Gefühl dauerhafter Erschöpfung

von uns für Sie

Ein jeder von uns kennt das Gefühl sich ausgelaugt und erschöpft zu fühlen. Wenn wir allerdings über längere Zeit selbst nach ausgiebigem Schlaf keine Erholung verspüren, ist das ein ernstzunehmendes Warnsignal unseres Körpers.

Oft tritt dauerhafte Erschöpfung nicht allein auf, sondern mit unzähligen weiteren Begleiterscheinungen, wie beispielsweise Gedankenkreisen, der Verlust an sonst freudigen Aktivitäten, sozialem Rückzug oder auch fehlendem Antrieb. Uns ist schon morgens alles zu viel und so fragen wir uns, wie sollen wir das weiter durchhalten?

Wenn unser Akku morgens gefühlt bei 15 % aufgeladen ist, ist es nachvollziehbar, dass sich dieser bereits beim Gang vom Schlafzimmer durch das Wohnzimmer ins Bad entlädt, wenn wir sehen, dass wir mal wieder aufräumen müssten, bevor der Besuch kommt, der Wäscheberg uns freundlich begrüßt und uns dämmert, was wir heute zu erledigen haben. Am Frühstückstisch angekommen, zeigt die Ladekapazität noch 10 % an.

Grundsätzlich summieren sich bereits Kleinigkeiten, die sich irgendwann immer schwerer in unserem Rucksack anfühlen. Das können kleine Reparaturen sein, denen wir nicht so viel Wert zuschreiben, um sie gleich zu erledigen, wie beispielsweise der kaputte Lichtschalter oder die unliebsame Steuererklärung. Diese alltäglichen Kleinigkeiten ziehen uns in der Summe dauerhaft Kraft.

Die großen kräfteraubenden Themen dagegen sind uns oftmals nicht einmal bewusst. Einige von uns wissen beispielsweise nicht um ihre eigenen Bedürfnisse und erschöpfen sich vielmehr im Dasein für andere. Andere wiederum pressen sich tagtäglich in Rollen, die sie gar nicht leben möchten – auf Arbeit, im Freundeskreis oder in der Familie. Womöglich halten wir wiederkehrende ungute Situationen aus, ohne uns dessen bewusst zu sein. Vielleicht tragen wir ungelöste Konflikte mit uns herum und erleben damit einhergehende Gefühle, die wir schwer aushalten können, wie Schuld oder Scham. Ein selbst gewählter Kontaktabbruch zu Familienmitgliedern aus Verletzungen resultierend oder die Abwendung wichtiger Menschen kann uns ratlos, wütend und traurig dastehen lassen. Wir befinden uns in Vermeidungsschleifen und unser Nervensystem ist vermehrt in Alarmbereitschaft.

Ein gutes Maß sogenannter mentaler Energie, die wir benötigen, die alltäglichen Herausforderungen gut zu bewältigen, steht uns so nicht mehr zur Verfügung.

Wir können uns vor Veränderung scheuen und erschöpfen uns in Wiederholungen, indem wir an Gewohntem festhalten.

Und hier ein paar Fragen, die wir uns stellen können:

Und zu guter Letzt:

Das können wir festhalten

Fazit

Jedes Ereignis, jeder Konflikt und sogar jeder Abschnitt unseres Lebens sollte an einem bestimmten Punkt abgeschlossen sein, sodass uns ein gutes Maß mentaler Energie zur Verfügung steht, um die alltäglichen Herausforderungen gut zu bewältigen. Und das geht beispielsweise so: Anstatt sich eine ToDo-Liste mit 30 Punkten vorzunehmen, sollten wir vielmehr realistisch schauen, was wir heute tatsächlich erledigen müssen. In kleinen Schritten, achtsam und im eigenen Tempo – so bauen wir mentale Energie auf. Und wenn wir den Müll heruntergebracht haben: Ausreichend würdigen! Es ist geschafft! Wir dürfen uns feiern für alles, was wir erreichen und sei es noch so vermeintlich unbedeutend.

Die großen Kräfte-Räuber anzugehen benötigt eventuell Hilfe von Vertrauenspersonen oder einen Blick von Draußen durch einen Therapeuten. Wir zeigen Stärke, indem wir nach Unterstützung fragen und gleichzeitig setzen wir unseren Veränderungswunsch um, indem wir ins Handeln kommen. Wir können von unterschiedlichen Blinkwinkeln profitieren, die Erfahrung machen, dass wir nicht all die Last allein tragen müssen und dass Bindung zu anderen eine wertvolle Ressource in schwierigen Zeiten ist.

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